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Kolik beim Pferd - Diagnose oft unzureichend! 5 Minuten lesen 09.08.2017

Aus gegeben Anlass heute ein Artikel zum Thema Kolik beim Pferd. Ein Thema, das bei manchem Pferdebesitzer eine gewisse Angst auslöst. Zu Recht! Wie wir in den letzten Tagen selber erfahren durften, wird zu oft seitens der Tierärzte keine ausreichende Diagnostik betrieben. Zu schnell wird ein Verdacht in Richtung Krampfkolik geäussert. Im schlimmsten Falle kann dies zum Tode des geliebten Vierbeiners führen. Denn nicht immer ist das, was auf den ersten Blick wie eine Krampfkolik aussieht, auch tatsächlich nur eine "banale" Kolik. Gerade bei älteren Pferden, aber nicht nur bei diesen, kann die Kolik auch eine weitaus schlimmere Ursache haben. Bei einem aktuellen Fall wurde seitens des Tierarztes nicht ausreichend diagnostiziert. Ausser einer visuellen Begutachtung und der Überprüfung von Herz- und Kreislauf, wurden keine weiteren Untersuchungen getätigt. Zwei Injektionen, genauer eine Injektion gegen die Schmerzen sowie eine zur Unterstützung des Kreislaufs, sonst wurde nichts weiter unternommen. Nur der nachfolgenden Beobachtungen der Tierbesitzer ist es zu verdanken, dass das Pony heute noch lebt. Nachdem die Schmerzen scheinbar nicht nachgelassen haben und das Pony im laufe der darauffolgenden Stunde weiterhin starke Symptome zeigte, wurde das Pferd in den Anhänger verfrachtet und in der Pferdeklinik vorgestellt. Dort wurde festgestellt, dass die Ursache für die Kolik eine Darmverschlingung, hervorgerufen durch ein Lipom, ist. Insgesamt wurden bei einer Notoperation zwei Meter des Dünndarms entfernt. Wäre das nicht geschehen, dann würde das Pony heute nicht mehr leben. Nun stellt sich die Frage, was hat die Klinik im Vergleich zum Tierarzt anders gemacht? Ausschlaggebende Untersuchung war eine Bildgebung mittels Ultraschall. Sofort konnte festgestellt werden, dass der Dünndarm das primäre Problem ist. Dass es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um eine Verschlingung handelt, konnte nicht sofort erkannt werden, eine Öffnung des Bauchraumes erschien aber zur genauen Diagnose unumgänglich. Heute geht es dem Pony den Umständen entsprechend gut. Welche Schlussfolgerungen kann man daraus ziehen? Im Falle einer Kolik sollte vom Tierarzt immer eine Ultraschall-Untersuchung gefordert werden. In der Regel haben Tierärzte solche Gerätschaften und können dies auch ausserhalb der Praxis. Das Unterlassen einen solchen Untersuchung muss als fahrlässig betrachtet werden. Machen Sie Ihren Tierarzt hierauf aufmerksam und verlangen Sie ein Ultraschall. Es kann dem Pferd das Leben retten!

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Wenn Tiere Tiere heilen - Blutegel und ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten 3 Minuten lesen 17.07.2017

Vielen Tierhaltern fällt die Entscheidung für eine Blutegeltherapie nicht leicht, da sie beim Anblick der kleinen Helfer zwischen Faszination und Ekel hin- und hergerissen sind. Fragt man jedoch die Tiere, dann wissen diese instinktiv, dass ihnen die Therapie sehr gut tut. Die Behandlung wird fast immer sehr gut toleriert, die Tiere entspannen während der Behandlung (sogar Katzen! ). Wenn man sich das Wirkspektrum der Blutsauger ansieht, dann kann man leicht sehen, dass man damit eine ganze Palette schulmedizinischer Präparate reduzieren bzw. darauf verzichten kann. Eine gute Absprache zwischen Tierarzt und Blutegeltherapeut ist dafür unerlässlich. Die Blutegeltherapie wirkt wie ein kleiner Aderlass, fördert die Durchblutung, fördert den Lymphstrom, wirkt enttündungshemmend, wirkt schmerzstillend und hat eine teilweise antibiotische Wirkung. Ein bisschen Geduld braucht man für die Blutegeltherapie, da der Saugakt zwischen 30 Minuten bis zu 2 Stunden dauern kann. Aber diese Geduld wird belohnt, denn oft spüren die Tiere schon nach der ersten Sitzung eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. Wofür kann man die Blutegeltherapie einsetzen? Hunde: Arthrose, Dackellähme, Entzündungen der Gesäugeleiste, ED/ HD, Leckekzem, Ohrekzem, Nervenentzündungen, schlechte Wundheilung, Narbenbildung, Spondylose, Sehnenentzündungen, Blutohr Katzen: Abszesse, Bandscheibenprobleme, Ekzeme, Gelenkentzündungen, Hämatome, Nervenentzündungen, Entzündungen der Gesäugeleiste. Ödeme, Wundheilung Pferde: Sehnenentzündungen, Hufrollenentzündung, Kreuzbandverletzungen, Kreuzverschlag, Gelenkgallen, Hufrehe, Arthrose, Mauke, Nervenentzündungen, Sattel- und Gurtdruckstellen, Euterentzündungen, Hämatome, Wundheilung, Hautveränderungen aller Art

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Ibuprofen, Diclofenac und andere NSAR nur auf ärztlichen Rat hin verabreichen! (Tipps aus der Humanmedizin) 3 Minuten lesen 30.05.2017

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wurden bis heute stets mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Verbindung gebracht. Ob aber ein direkter Zusammenhang zwischen der Gabe von NSAR und einer Herzerkrankung bestehen kann, war nicht ausreichend erforscht. In einer neuen, im European Heart Journal – Cardiovascular Pharmacotherapy veröffentlichten Studie wurde nun aber nachgewiesen, dass sich beim Menschen dieses Risiko nach der Einnahme von Diclofenac um 50%, bei Ibuprofen um 31% erhöht.Das dürfte in gleicher Weise auch für Tiere zutreffen! „Die Ergebnisse erinnern uns deutlich daran, dass NSAR nicht ungefährlich sind“, sagte Professor Gunnar H. Gislason, Professor für Kardiologie am Copenhagen University Hospital Gentofte, Dänemark. „Diclofenac und Ibuprofen, die beides häufig eingesetzte Medikamente sind, waren mit einer signifikanten Zunahme des Risikos einer Herzerkrankung assoziiert. NSAR sollten vorsichtig und für eine berechtigte Indikation angewendet werden. Sie sollten bei Patienten mit kardiovaskulärer Erkrankung oder vielen kardiovaskulären Risikofaktoren wohl eher vermieden werden.“ Typische NSAR, welche in der Tiermedizin häufig vorkommen, sind auch Meloxicam (z.B. Metacam) oder Phenylbutazon (z.B. Ambene). Hier dürfte die Lage nicht besser sein.

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Hund und Arthrose 8 Minuten lesen 13.05.2017

Mehr Hunde, als vielleicht angenommen, leiden im fortlaufenden Alter an Arthrose. So kann eine nicht erkannte oder nicht behandelte Hüftdysplasie im Alter ein Grund für eine Hüftarthrose sein. Unsere Beobachtungen zeigen diesbezüglich eine steigende Anzahl an Hunden, die bei uns mit Arthrose vorgestellt werden.  Wir wollen hier ein paar Möglichkeiten aufzeigen, wie man dieser Erkrankung beikommen kann. Wir berichten an dieser Stelle von unseren Erfahrungen mit einigen Therapieansätzen, welche wir regelmässig im Falle von Arthrose einsetzen oder empfehlen.   Wir nehmen uns auch hier, in diesem Falle, wieder viele Ansätze der Humanmedizin zur Hilfe, da wir damit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Unser Orthopäde und Sportmediziner hat diesbezüglich ein Behandlungskonzept aufgebaut, mit welchem wir sehr gute Erfahrungen machen durften. Vorab sei noch angemerkt, dass wir in diesem Zusammenhang auch Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel erwähnen werden. Wir stehen in keinerlei Beziehung zu einem der genannten Hersteller. Nun also zu unseren Behandlungsansätzen, welche je nach Grad der Arthrose einzeln oder in Kombination anzuwenden sind. Intermuskuläre Koordination und Propriozeption Die intermuskuläre Koordination lässt sich vereinfacht als das Zusammenwirken verschiedener Muskeln bei einem gezielten Bewegungsablauf beschreiben. Die Propriozeption ist die Wahrnehmung von Körperbewegung und -lage im Raum. Wir trainieren mit den Tieren dieses Zusammenwirken mit speziellen Hilfsmitteln wie das ANI-SWING. Hierbei handelt es sich um eine instabile Plattform, welche in alle Richtungen beweglich ist und sowohl die intermuskuläre Koordination als auch die Propriozeption verbessert. Mit ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich solche beweglichen Untergründe selber nachbauen. Besonders bei Arthrose im Anfangsstadium haben wir mit dieser Form der Therapie, eigentlich ein Training, sehr positive Erfahrungen gemacht. Durch die verbesserte Steuerung der Gelenke, einer besseren Körperhaltung als auch dem verbesserten Zusammenspiel der stützenden Muskulatur am Gelenk, werden die Gelenke entlastet und damit Strukturen wie auch der Knorpel im Gelenk weniger stark belastet oder verschlissen. Lasertherapie Besonders in der Humanmedizin, namentlich in der Orthopädie als auch in der Sportmedizin, hat sich die Lasertherapie, auch Low-Level-Laser-Therapy, bewährt. Hierbei handelt es, im Gegensatz zu den chirurgischen Lasern, um Laserstrahlen welche nicht das Gewebe "verdampfen". Die Leistung ist in einem Bereich angesiedelt, welche keine entsprechende Hitze erzeugt oder die Impulse sind derart kurz, dass diese Gewebedeformation gar nicht entstehen kann. Die Behandlung mit einem modernen Laser ist absolut schmerzfrei und zeigt kaum unerwünschte Effekte, sofern richtig angewendet. Das regensburger Ärztenetz schreibt treffend dazu (Auszüge): "Studien zeigten, dass sich mit der Lasertherapie bei 3 von 4 Patienten auch mit chronischen Beschwerden am Bewegungsapparat gute bis sehr gute Resultate erzielen lassen. Umso bemerkenswerter ist diese hohe Erfolgsquote, weil studienbegleitend bei den Patienten keine weiteren flankierenden Maßnahmen, z.B. Medikamente oder Krankengymnastik, durchgeführt wurden." Die Lasertherapie hat sich bei der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände, besonders bei Arthrose, seit Jahren erfolgreich bewährt. Wir setzen bei uns Laser ein, welche bis zu 270 Watt Leistung haben, diese aber sehr in sehr kurzen und sicheren Impulsen ins Gewebe "schiessen". Glucosamin Gehen wir vorerst auf den Wirkstoff Glucosamin, resp. Glucosaminsulfat ein. Glucosaminsulfat gehört zu den Mucopolysacchariden und ist ein wesentlicher Baustein von Knorpelstrukturen. Glucosaminsulfat fördert den Einbau von Schwefel in Knorpelstrukturen. Glucosamin zeigt ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung. Sehr interesant bezüglich Glucosamin ist auch ein Bericht aus er Ärztezeitung vom 15.5.2008. Wir zitieren: "In mehreren Langzeitstudien, in denen Patienten mit Gonarthrose drei Jahre lang mit Glucosaminsulfat, Paracetamol oder Placebo behandelt worden waren, zeigten sich ebenfalls symptommodifizierende Wirkungen von Glucosamin auf Schmerz und Funktionsstörung. In der Glucosamin-Gruppe habe sich zudem die Weite des Gelenkspalts im Knie eher vergrößert. Dies deute auf einen strukturmodifizierenden Effekt hin." "Gonarthrose-Patienten, die drei Jahre mit Glucosaminsulfat behandelt worden waren, benötigten in den folgenden fünf Jahren seltener einen endoprothetischen Kniegelenkersatz als Patienten der Placebo-Gruppe (6,3 versus 14,5 Prozent)." Auch wenn die Gabe von Glucosamin teilweise kontrovers diskutiert wird, wir können von unserer Seite aus diese Beobachtungen bestätigen. Magnet-Resonanz-Therapie (MRT) Die MRT ist eine Behandlungsmethode, bei der die aus der Diagnostik bekannte Magnetresonanztomographie, auch als Kernspintomographie bekannt, therapeutisch eingesetzt wird. Das Verfahren zielt auf die Reaktivierung von Stoffwechselprozessen in den Zellen, um auf diese Weise die Regeneration von defektem Knorpel- und Knochengewebe zu ermöglichen.Die MRT wurde aufgrund von Beobachtungen entwickelt, bei denen Patienten nach einer Untersuchung im bildgebenden MRT von nachlassenden Schmerzen in den Gelenken berichteten. Forscher entwickelten daraufhin die Behandlung, bei der mit einer wesentlich geringeren Feldstärke als in der MRT-Diagnostik gearbeitet wird. Diese Beobachtungen können wir ebenfalls bestätigen und setzen diesen Therapieansatz auch in der Regel mit ein. Der Deutsche Orthopädenverband berichtet diesbezüglich wie folgt: "Zur Wirksamkeit der KernspinResonanzTherapie wurden bereits zahlreiche Studien an renommierten Universitäten und Forschungsinstituten in Deutschland und Österreich durchgeführt und zunehmend Studien, die den Evidenzkriterien medizinischer Wissenschaften genügen. Die Therapie kann eingesetzt werden bei arthrotischen Beschwerden im Schulter- und Ellbogengelenk sowie in den Hand- und Fingergelenken, bei arthrotischen Beschwerden im Hüft- und Kniegelenk sowie in den Fuß- und Sprunggelenken (Stadium I – III nach Wirth), Beschwerden des Bandapparates und Sehnenansatzbeschwerden (z.B. Tennisarm), Meniskusbeschwerden, Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke, Verschleißerkrankungen der Bandscheiben und Sportverletzungen (Bänder und Sehnen). Ärzte und Fachanwender sprechen von einer statistisch ermittelten Erfolgsquote der Therapie von gut 75 Prozent. Bei erfolgreich behandelten Patienten kommt es zu einer deutlichen Schmerzlinderung bis hin zu völliger Schmerzfreiheit und zu einer Funktionsverbesserung der behandelten Gelenke. Die Therapie ist sehr gut in ganzheitliche Konzepte integrierbar und problemlos zu kombinieren mit anderen Therapien und Heilmethoden." Diesen Behandlungsansatz setzen wir ebenfalls sehr gerne ein. Müssen aber anmerken, dass es sich hierbei um eine langfristige Therapieform handelt. Sie ist also, im Vergleich zur Lasertherapie, mit mehr Anwendungen verbunden. Arthrovet plus Schlussendlich wollen wir noch auf ein Medikament eingehen, von dessen Wirkung wir ebenfalls überzeugt sind. Es handelt sich dabei um das Medikament Arthrovet plus von CP Pharma. Bei einer Vielzahl von Hunden haben wir schnelle und anhaltende Verbesserungen, insbesondere in Sachen Schmerzen, feststellen dürfen. Hier die Produktbeschreibung: "Arthrovet Plus unterstützt durch seine einzigartige, natürliche Zusammensetzung die physiologische Funktion der Gelenke und den Knochenaufbau. Arthrovet Plus verlangsamt den Alterungsprozess der Gelenke, indem es den natürlichen Ionenhaushalt des Knochengewebes günstig beeinflusst und dem Knochen- und Sehnengewebe wieder Stabilität und Elastizität verleiht. Pflanzliche Antioxidantien schützen die Zellen darüber hinaus vor schädlichen Einflüssen. Schwache Gelenke werden wieder kräftig und belastbar, geschädigte Gelenke werden optimal in der Heilung unterstützt. Arthrovet Plus ist somit besonders hilfreich nach Knochenbrüchen und chirurgischen Eingriffen, bei Abnutzungserscheinungen an Gelenken, bei Wachstumsstörungen oder bei Zuchthündinnen in der letzten Phase der Trächtigkeit." Wir können unsererseits dieses Medikament durchaus empfehlen. Bewegung Zu oft wird dem Hund bei Arthrose quasi Ruhe verordnet. Wir können Hundehalter verstehen, die aus Mitleid mit ihrem Vierbeiner anfangen, auf Bewegung zu verzichten. Das ist aber in der Regel schlecht für den Hund und sein unterversorgtes Gelenk! Da Knorpel nicht durchblutet wird findet die Versorgung durch Bewegung statt. Man muss sich die Knorpelversorgung wie ein Schwamm im Wasser vorstellen. Die Flüssigkeit im Gelenk wird durch ständige Belastung und Entlastung durch den Knorpel quasi aufgesogen und versorgt ihn mit den notwendigen Nährstoffen. Ohne Bewegung findet also nur eine schlechte Versorgung mit sehr wichtigen Stoffen statt, welche den Knorpel am Leben erhalten. Insofern ist eine gut dosierte Bewegungstherapie angesagt.  Wir hoffen, dass einige dieser Tipps hilfreich sind.

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